StadtHirsch > Blog > Geschäftsbericht Gestaltung für ABK und Korporation
Zwei Jahresberichte. Zwei Geschichten. Eine schöne Aufgabe.
Ein Jahresbericht ist mehr als eine Sammlung von Zahlen, Texten und Bildern.
Natürlich gehören Zahlen dazu. Rückblicke auch. Organigramme manchmal ebenfalls. Aber ein guter Geschäftsbericht kann mehr. Er kann Haltung zeigen. Er kann erklären, was ein Unternehmen, eine Genossenschaft oder eine Institution im Innersten bewegt. Und er kann sichtbar machen, was im vergangenen Jahr wichtig war.
Genau das durften wir in diesem Frühjahr gleich zweimal tun.
Für die ABK Allgemeine Baugenossenschaft Kriens und für die Korporation Luzern durften wir zwei sehr unterschiedliche Jahresberichte gestalten. Zwei Kundinnen. Zwei Inhalte. Zwei gestalterische Welten. Und trotzdem ein gemeinsamer Nenner:
Es ging um Nähe.
Um Vertrauen.
Und um Geschichten, die nicht einfach zwischen zwei Buchdeckel gepresst werden sollten.
Sondern gestaltet.

ABK: Nähe schafft Vertrauen

Bei der ABK stand in diesem Jahr ein Thema im Zentrum, das auf den ersten Blick klein wirkt – und auf den zweiten sehr gross wird:
Die Du-Kultur.
Künftig spricht die ABK alle gleich an. Persönlich. Direkt. Auf Augenhöhe. Was vielleicht nach einer kleinen sprachlichen Anpassung klingt, ist in Wahrheit ein klares Zeichen. Ein Zeichen für Nähe, Offenheit und ein Miteinander, das zur Genossenschaft passt.
Denn Wohnen ist nie nur Wohnen.
Es ist Alltag. Nachbarschaft. Austausch. Vertrauen.
Darum wollten wir dieses Thema nicht theoretisch erzählen. Keine Symbolbilder. Keine gestellten Stockfotos mit Menschen, die so tun, als würden sie gerade sehr entspannt über Betriebskosten sprechen.
Sondern echte Begegnungen.
So durften wir auch in diesem Jahr wieder mehrere Shootings für die ABK umsetzen – diesmal mit Mitarbeitenden und Bewohnenden. Menschen, die zeigen, was eine Genossenschaft ausmacht: nicht nur Verwaltung und Mietverträge, sondern Beziehungen.
Die Gestaltung des Jahresberichts nimmt dieses Thema auf. Grosszügig, ruhig und persönlich. Mit Bildern, die Nähe zulassen. Mit Texten, die verständlich bleiben. Und mit einer visuellen Sprache, die nicht laut sein muss, um etwas zu sagen.
Oder anders gesagt:
Das Du wurde nicht nur beschrieben.
Es wurde gestaltet.
Korporation Luzern: Tradition, Verantwortung und Kultur
Ganz anders – und genauso spannend – war der Jahresbericht der Korporation Luzern.
Hier standen die verschiedenen Elemente der Korporation im Mittelpunkt: Wald, Liegenschaften, Fischerei, Verwaltung, Verantwortung gegenüber natürlichen Lebensräumen – und in diesem Jahr besonders auch der Kulturbereich.

Die Korporation Luzern ist tief mit der Stadt, ihrer Geschichte und ihren Aufgaben verbunden. Das merkt man schnell, wenn man sich mit den Inhalten beschäftigt. Es geht nicht einfach um Besitz oder Verwaltung. Es geht um Weiterentwicklung. Um sorgfältigen Unterhalt. Um Traditionen, die nicht stehen bleiben, sondern in die heutige Zeit übersetzt werden.
Besonders schön war für uns, den Kulturbereich in den Vordergrund zu rücken. Kultur verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Genau wie ein guter Jahresbericht. Er schaut zurück, ordnet ein und zeigt, wohin die Reise weitergehen kann.
Auch hier war uns eine grosszügige Gestaltung wichtig. Nicht alles muss eng beieinanderstehen. Inhalte brauchen Raum. Bilder brauchen Luft. Und Geschichten dürfen auch einmal wirken, bevor die nächste Zahl kommt.
So entstand ein Geschäftsbericht, der die Breite der Korporation sichtbar macht – und gleichzeitig ruhig, wertig und klar bleibt.
Geschäftsbericht gestalten lassen? Bitte nicht erst am Schluss.
Ein kleiner Gedanke aus der Praxis:
Ein Geschäftsbericht wird oft erst dann als Gestaltungsaufgabe gesehen, wenn die Texte schon geschrieben, die Tabellen fertig und die Bilder irgendwie zusammengesucht sind.
Das funktioniert.
Aber schöner wird es, wenn Gestaltung früher mitdenken darf.
Denn gerade bei einem Jahresbericht lohnt es sich, schon am Anfang zu fragen:
Welche Geschichte erzählen wir?
Welche Bilder brauchen wir dafür?
Welche Menschen sollen sichtbar werden?
Welche Themen verdienen Raum?
Und wo darf es bewusst schlicht bleiben?
So wird aus einem Bericht nicht nur ein Dokument. Sondern ein Kommunikationsmittel, das auch nach der Veröffentlichung noch Wirkung hat.
Für Mitglieder. Für Mitarbeitende. Für Partner. Für Suchmaschinen. Und vielleicht sogar für Frau Google und Herrn ChatGPT.
Danke für das Vertrauen
Wir freuen uns sehr, dass wir diese beiden Jahresberichte gestalten durften.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Mitarbeitenden der ABK Allgemeine Baugenossenschaft Kriens sowie an die Korporation Luzern für das Vertrauen, die Offenheit und die gute Zusammenarbeit.
Solche Projekte entstehen nie allein am Bildschirm. Sie entstehen im Austausch. Beim Zuhören. Beim Nachfragen. Beim gemeinsamen Schärfen. Und manchmal auch bei einem Shooting, bei dem plötzlich genau der Moment entsteht, den man nicht planen konnte.
Beide Jahresberichte sind schön geworden.
Nicht, weil sie laut sind.
Sondern weil sie zu ihren Absendern passen.
Und das ist am Ende vielleicht die wichtigste Aufgabe von guter Gestaltung.