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KI in der Werbung
Wenn KI zur Pointe wird
Künstliche Intelligenz ist längst in der Werbung angekommen. Doch während viele Marken KI vor allem als Effekt, Tool oder Buzzword einsetzen, zeigen zwei aktuelle Spots, wie viel stärker das Thema wirkt, wenn dahinter eine wirklich gute Idee steckt.
Icelandair: Wenn die Realität fast zu gut aussieht
Der Spot von Icelandair spielt charmant mit einem Gedanken, den viele kennen: Manche Bilder von Island sehen so spektakulär aus, dass man sie fast für KI-generiert halten könnte. Genau daraus entsteht die Pointe. Statt Island künstlich aufzuhübschen, dreht die Kampagne den Spiess um: Die Natur ist so beeindruckend, dass sie wie erfunden wirkt.
Das funktioniert, weil der Spot nicht belehrt, sondern unterhält. KI wird hier nicht dramatisiert, sondern clever als Kontrast genutzt. Am Ende bleibt eine einfache, starke Botschaft hängen: Das Echte ist manchmal unglaublicher als jede künstliche Bildwelt.
Heinz: Wenn sogar KI an die Marke denkt
Auch Heinz nutzt KI auf eine sehr smarte Art. Die Idee: Wenn man eine KI bittet, Ketchup zu visualisieren, sieht das Ergebnis erstaunlich oft nach Heinz aus. Daraus entsteht ein witziger und zugleich extrem starker Markenbeweis.
Der Spot funktioniert, weil er nicht kompliziert ist. Er braucht keine lange Erklärung. Die Botschaft ist sofort verständlich: Heinz ist so sehr mit Ketchup verbunden, dass selbst künstliche Intelligenz offenbar kaum daran vorbeikommt.
Warum beide Spots so gut funktionieren
Beide Kampagnen zeigen, dass starke Werbung nicht von Technologie lebt, sondern von Ideen. KI ist hier nicht Selbstzweck, sondern die Bühne für eine klare Pointe. Genau deshalb bleiben die Spots hängen: Sie sind einfach, humorvoll und treffen einen aktuellen Nerv.
Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis: Auch in einer Zeit, in der KI immer mehr kann, gewinnt Werbung noch immer dann, wenn sie eine gute Idee hat.